Ouro Preto

Ouro Preto, bedeutet schwarzes Gold, und war einmal zur Zeiten des Goldrauschs (18. und 19. Jahrhunderts) die größte Stadt Brasiliens. Wie der Name sagt waren Rohstoffe wie Gold, Quarze, Kohle, Kupfer, Bauxit etc. dafür verantwortlich. Als der Boom abebbte reduzierte sich die Bevölkerunszahl (heute 74.000).

Geblieben aus dieser Zeit sind zahlreiche historische Gebäude, die von der reichen Geschichte der Stadt zeugen. Ouro Preto ist Teil des UNESCO-Welterbes und ist wohl einer der drei bedeutendsten Kolonialstädte Brasiliens.

Zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören die zahlreiche Kirchen, von denen wir die Ingreja de Sao Francisco de Assis, die Ingreja de Nossa Senhora do Carmen sowie die Ingreja do Pillar besichtigten. Letztere ist mit mehr als 400kg und 400kg Silber sowie mit 472 Engeln versehen.

Lohnenswert ist auch ein Besuch des Museo Ciencia e Tecnico am zentralen Platz Praça Tridentes. Hier ist die größte Edelsteinsammlung Brasiliens beherbergt und wir waren überwältigt ob der Diversität und Reichhaltigkeit der Sammlung. Zudem gibt es Ausstellungen zur Rohstoffgewinnung und den verschiedenen Epochen der Erde.

In der Casa dos Cantos (Eintritt gratis) wird die Geschichte über Brasiliens Gold- und Geldvergangenheit erzählt. Eine authentische Erfahrung innerhalb der Altstadt bietet zudem die stillgelegte Mine, Mina do Chico Rei ($R 25 pro Erwachsener). Hier arbeiteten afrikanische Sklaven unter menschenunwürdigen Bedingungen. Chico Rei selbst war ein „freier“ Sklave und kam nach dem Tod des Minenbesitzer in den Besitz der Mine, in der er zuvor Gold versteckt hatte. Dieses verteilte er dann anschließend unter anderen Sklaven und befreite sich von ihrem Joch. Die Gänge in dieser Mine sind sehr und müssen teilweise in der Hocke durchschritten werden – definitiv nichts für Besucher mit Platzangst. Leider ist die kurze Führung (20min) nur auf Portugiesisch. Um einen Eindruck über die Topologie der Mine ist sie jedoch ausreichend und wirklichkeitsnah.

Eine weitere spannende Mine, die wir am nächsten Tag besichtigten, ist die Mina do Passagem. Diese befindet sich 8km östlich von Ouro Preto, in Richtung Mariana. Diese Mine ist deutlich größer als die Mina do Chico Rei: Mit einem alten Minenwagen geht es zu Beginn der Tour ($R 76) über 100m tief unter die Erde auf einer Gleisstrecke von 315m (!). Im Inneren lassen sich noch heute noch gut die Quarzvorkommen bestaunen. Zudem gibt es die Möglichkeit in dem glasklaren Minensee (Sicht bis zu 50m) zu tauchen. Die Schächte sind riesig, befinden sich auf 9 Ebenen und verbinden unterirdisch Ouro Preto mit Mariana (!). Auch war die Führung ausschließlich auf Portugiesisch, allerdings konnten wir mehr als 50% dank der langsamen Sprechweise der Führerin sowie unserer Spanischkenntnisse verstehen. Für die meisten von uns waren dies die ersten Besichtigungen einer Mine überhaupt und wir finden es empfehlenswert,

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