Jericoacoara

Die Anreise nach Jericoacoara war beschwerlicher als wir dachten. Sowohl Google Maps als auch Maps me führten uns durch das Dorf von Jejico und anschließend durch ein Meer von Sand und Dünen! Dies stellte sich aufgrund des gefallenen Regens als echte Herausforderung heraus.

Zwischen den Sandwellen bildeten sich Pfützen und kleiner Teiche und es war jedes Mal mit Haufen Nervenkitzel verbunden diese zu durchqueren.

Langsam setzte die Dämmerung ein und der Weg wurde immer unklarer, da nun das Terrain breiter wurde und es keine eindeutige Richtung mehr gab. Die vorbeifahrenden Pick-up-Trucks, die Passagiere transportierten, erkannten unsere Ratlosigkeit und spontan bot sich ein Local als Führer an. Was wir zuvor in Jerijoca dankend abgelehnt hatten nahmen wir nun gerne in Anspruch.

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Durch zahlreiche Wasserpfützen lotste der Guide uns sicher zum Ortseingang. Der ganze Spaß nahm für 10km eine Stunde (!) in Anspruch. Hauptsache sicher angekommen 🙂

Der Guide wurde mit R$40 entlohnt und wir lernten zudem, dass Jeri mittlerweile autofrei ist. Also stellten wir Oskar am Parkplatz am Ortseingang ab und blechten fuer drei Tage R$60. Zudem fiel eine Kurtaxe von R$5 pro Tag und Erwachsenem an. Kaum in Jeri angekommen waren wir schon 30Euro los 😦 Dann ging es per Pick-up-Truck Taxi (immerhin gratis) zum Apartment.

Jeri besitzt keinerlei geteerte Straßen, sondern nur Sandgassen, was sehr zum Kultstatus beiträgt. Der Blickfang am Strand schlechthin sind die riesigen Sanddünen. Da haben wir uns nicht lumpen lassen und diese für eine Fotosession genutzt. Neben dem Panorama war es ein Riesenspass die steilen Dünen hinunterzuspringen 🙂

Runtersurfen mit dem Bodyboard wollte leider nicht so gut klappen. Die Dünen sind übrigens auch Sonnenuntergangs-Mekka und man findet gegen 17Uhr mehr Leute auf den Dünen als im Meer 😉

Auf dem Strand selbst sind uns viele Touristen in ihren 20ern begegnet, vor allem aus Brasilien, Israel und Argentinien. Surfboards stehen täglich zum Verleih was bei kleinen konsistenten Wellen auch gut ankommt. An einigen Strandbars spielt zudem gute Live-Musik und die obligatorischen Caipirinha- Wägen dürfen auch nicht fehlen.

Das Dorf selbst besteht im Prinzip zu 100% aus Restaurants, Pousadas und Läden – also schon super touristisch. Wer den Flair des ehemaligen Hippie-Fischerdorfs sucht wird enttäuscht werden. Wir jedenfalls hatten eine gute Zeit mit einem leckeren frisch zubereiteten Rotbarschfilet:

Für den Rückweg wappneten wir uns ein wenig besser: Nach Rücksprache mit zahlreichen Einwohnern Jeris und einem sehr nützlichen Trip-Advisor Eintrag (warum hatten wir diesen nicht schon vor der Anreise gefunden 😉 ) nahmen wir am nächsten Morgen die Route über den Strand Richtung Prea, einem Dorf südlich von Jeri.

Auch hier ging es etwas holprig zu, allerdings bei Weitem nicht so wie bei unserem Hinweg. Der Abschnitt am Strand war sogar sehr idyllisch und auch gut ohne Guide machbar. Zweimal überprüften wir die Tiefe eine Pfütze und eines Flusses den wir überqueren mussten und schafften es dann auch innerhalb einer Stunde sicher nach Prea. Wir würden allen Selbstfahrern zu dieser Route raten 🙂

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