Cuenca

Ich nahm den Nachtbus von Mancora, Peru, nach Cuenca, Ecuador, gegen 23:30h. Wir erreichten die Grenze gegen 2:30 Uhr. Da viele Nachtbuse unterwegs waren dauerte die Prozedur ca. 30Min. Damit war ich in Ecuador angekommen und somit steht auch wieder ein Wechsel in der Blogsprache an 🙂

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Cuenca erreichte ich gegen 5:30 Uhr und schnappte mir den ersten Bus in die Stadt. Der Busfahrer war so nett und nahm mich gratis mit, da zur Bezahlung nur Streifenkarten akzeptiert wurden, die ich natürlich nicht hatte 😉 Ich hatte kein Hostel vorgebucht und versuchte mein Glück bei El Cafecito, dessen Besitzer nicht erfreut, dass ich ihn gegen 6 Uhr weckte. Leider ließ er mich nicht sofort ins Zimmer, daher zog ich zum nächsten Hostel. Nach 30-minütiger Suche endete ich im Hostal Bauhouse und war dort für zwei Nächte (10$/Nacht ohne Frühstück) im Schlafsaal der Einzige.

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Das Wetter war leider recht schlecht mit bedecktem Himmel und immer wiederkehrenden Nieselregen. Nach drei Stunden Schlafnachholung “frühstückte” ich im Moliendo Cafe, einem kolumbianischen Restaurant. Für 3$ (offizielle Währung seit Anfang der 2000er) gab es eine Suppe und Hähnchen mit Reis und Salat sowie einen Fruchtsaft. Guter Deal!

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Danach zog ich durch die Stadt, um mich zu Galapagos Tagestouren zu erkunden. Mehrfach bekam ich die Empfehlung die Touren direkt von den Inseln aus zu buchen, da günstiger von dort aus. Im Anschluß tigerte ich zum Busbahnhof, um mir ein Ticket für den Nachtbus nach Quito am nächsten Abend zu besorgen – 12$ mit Flota Imbabura. Den verbleibenden Nachmittag besuchte ich einige der beindruckenden Kirchen der Stadt, wobei die Basilica die sehenswerteste war. Den Tag beendete ich mit einem mittelmäßigen Pho Bo beim Vietnamesen und einigen Craft Bieren bei La Compañia, die auch eher so la la waren. Zuguterletzt entdeckte ich noch zwei Bühnen des gratis Festival “Fiesta de la Musica”, welches am 21. und 22. Juni in der Innenstadt statt fand. Von Hard Rock, über Metall bishin zu Hip Hop wurde einiges geboten.

Am nächsten Morgen frühstückte ich im Mercado 9 de Octubre, wo es ein leckeren Teller von gerösteten Schweinefleisch mit Reis und Salat für 4$ gab. Das beste Essen in Cuenca bisher!

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Anschließend besuchte zwei Museen: Das erste, Museo de Arte Moderno, war eher zum Zeitvertreib gegen schlechtes Wetter gedacht. Es gab aussschließlich Bilder von zwei lokalen Künstlern zu bestauen, die von Flora, Fauna und Geschichtlichem aus Ecuador handelte. Das zweite Museum, Pumapung, war sehr sehenswert. Zum einen gab es einen interessanten Garten mit lokalen Pflanzen und einem kleinen Zoo mit heimischen Vögeln zu bestaunen. Zum anderen gab es im ersten Stock eine Ausstellung zu den verschieden ethnischen Gruppen Ecuadors, wie sehr interessant waren. Insbesondere die Praxis der Amazonasvölker ihren Feinden den Kopf abzuhacken und schrumpfen zu lassen war etwas, das ich noch nie zuvor gehört hatte.

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Auf dem Weg zum zweiten Museum spazierte ich die sehr schöne Flusspromenade entlang, wo sich gemütliche Restaurants, Museen und prachtvolle Herrenhäuser befinden. Dann ging es rund eine Stunde mehrere hundert Treppen hinauf zur Iglesa Turi, wovon man einen herrlichen Blick auf Cuenca hat. Danach holte ich mir noch in der nahegelegenen Mall eine Claro Sim-Karte. Für $12 erhielt ich 1GB und unlimitierte Anrufe und SMS.

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Den Abschluß bildete ein Gulasch mit Spätzle und Rotkohl im Cafe Austria (durchschnittlicher Geschmack) sowie eine sehr gute Craft Bier Bar “La Ceveceria” in der Calle Largo, bevor es per Taxi an den Bahnhof (2$) zum Nachtbus ging (23Uhr).

Cuenca ist nett, wenn man genügend Zeit hat, aber meines Erachtens kein Muss.

 

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