Entering Bolivia, San Jose & Santa Cruz

We started early from Corumba (Brazil) to Puerto Quijarro (Boliva) because we have read a lot of negative things about this border. Brazilian customs was straightforward and took us 10min. Also Bolivian Immigration was easy – we got a 30 day visa without a tourist card in 15min. The longest procedure took place on the opposite site of Immigration at the Aduana where we needed to apply for the car import permit (Orden de circulacion/declaracion jurada) . Here we spent more two hours due to the lengthy process.

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First, we had to copy the entry stamp and the vehicle registration and then we had to register the vehicle online with Sivetur. Here’s the needed website: http://apad2.aduana.gob.bo:7777/turista/parametro.jsp

Since our Brazilian SIM card had no signal at the border we had to find the nearest internet cafe to complete this task. With the registration number and copies in hand we went back to the office and were asked to wait outside. After an hour or so we were handed over the import permit without a vehicle check. Bienvenido a Bolivia!

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The next task was to find a gas station which was ready to sell us gas at the national price. Bolivia discriminates foreigners and charge more than double the price than for Bolivians. For this task the iOverlander app turned out very helpful where other travelers have posted their experience with selected gas stations. The first one we stopped at on our way to Santa Cruz refused to fill straight into the car and hence we had to buy a 10l canister. With our new tool kit in hand the nice guy at the pump gave his temptations & we had 20l for 3.74BOB/l ready to be feeded to Oscar with a self-made cone 🙂

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We stopped overnight at San Jose, a town which is part of the Mission circle. There’s a Catholic convent built in the 17th century with impressive towers. It’s located at the central plaza and worthwhile a stop if one is in the region. For dinner we set a new record on our journey: We had four plates with a quarter of tasteful roasted chicken with rice and noodles for unbelievable 40BOB (~$6.50).

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The next day’s drive to Santa Cruz was very scenic with mountain ranges and varying landscape:

Upon arrival at Santa Cruz we bought an Entel SIM card (10BOB) at a Entel Multicenter (apparently the best coverage in Bolivia) and Leo and Lothar got a haircut (20BOB per person). As we arrived early we had some time to explore around the city center. In contrast to the guide book comments the architecture with white-washed buildings and a beautiful cathedral Santa Cruz at the Central Plaza.

For dinner we found a nice roof top terrace at from where we could watch an outdoor Semana Santa service:

Before heading to a higher altitude to Samaipata we picked up our next travel buddies from Santa Cruz’s international airport: Welcome cousin Julia and boyfriend Paolo! Let’s have two great weeks together 🙂

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Pantanal

Ähnlich wie im Amazonasgebiet hat man bei der Auswahl der Lodges wieder die Qual der Wahl, da es Unterkünfte im Pantanal in Hülle und Fülle gibt. Wir entschieden uns aufgrund der Empfehlung vom Lonely Planet und Stefan Loose für vier Tage/drei Naechte in der der Pousada Santa Clara (R$2286 für privates Familienzimmer mit Klimaanlage), an der Estrada Parque, zwischen Miranda und Corumba.

Die Anfahrt war problemlos, die letzten 22km führte eine ungeteerte Straße entlang die komplett trocken war, da diese Saison anscheinend wesentlich regenärmer als üblich ausgefallen ist. Auf dem Weg konnten wir Caimane, Wasserschweine, einen Hirsch sowie zahlreiche Vögel beobachten. Eine tolle Budgetvariante zur Tierbeobachtung für diejenigen, die nicht eine Tour buchen oder in einer Lodge bleiben.

Für den Ankunftsnachmittag war kein Programm vorgesehen, so dass wir das Territorium der Lodge ein wenig auf eigene Faust erkundtschafteten. Da die Pousada ständig Futter zur Verfügung stellte sammelten sich Papageien, Tukane, Amazonasfischer, rotköpfige Graukardinale, Kappenblauraben, Wildschweine, Gänse und sogar ein Caiman. Zudem gab es zahlreiche Kühe, Schafe und Pferde auf dem zugehörigen Bauernhof (oder Fazenda auf brasilianisch). Zudem gab es einen Fußballplatz, einen Kinderspielplatz, einen Swimming-Pool und ein Spielzimmer.

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Insgesamt ein sehr nettes Ambiente was allerdings aufgrund der üblen Moskitoplage schwer zu genießen war. In der Tat war es bisher der mit Abstand moskitoreichste Ort an dem wir je gewesen sind. Das Unangenehme daran ist, dass diese Viecher sich nie eine Pause gönnten und insbesondere tagsüber aktiver waren als nachts. Und unsere Anti-Moskitomittel halfen auch nur ganz wenig.

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Nach einem leckeren Abendessen ging es zu unser ersten Exkursion auf eine Nachtbootsfahrt auf den Rio Arbabol. Analog zum Amazonasgebiet hier gab es wieder die roten Augen der zahlreichen Caimane zu beobachten. Zudem entdeckte unser Guide Rodrigo eine Herde von Wasserschweinen, die sehr typisch für das Pantanal sind.

Am nächsten Tag marschierten wir von der Farm los ins nahegelegene Grasland und anschließend auch in dichten Wald. Die Vegetation war sehr schön anzuschauen, aber leider gab es so gut wie keine Tiere zu entdecken. Auch Rodrigos Suche nach einer Anakonde im Sumpf blieb erfolglos. Nach dem Mittagessen und der Siesta bis 15Uhr ging’s dann zum Highlight unseres Aufenthalts: Pferdereiten durch das Pantanal!

Maja bestieg mit Irina einen weißen Schimmel, Leonard bekam seinen eigenen und Lothar bekam ein braunes Pferd. Für uns alle war es das erste Mal, dass wir für mehr als 5min auf einem Pferd saßen. Leonards Pferd wurde von Rodrigo gezogen und die beiden Mädels wurden durch einen anderen Angestellten im Auge behalten.

Der Pfad führte durch hohe Graslandschaften, durch dichten Dschungel und Weidelandschaften. Unsere Pferde stoppten immer wieder um zu Essen oder ihr „Geschäft“ zu erledigen. Lothars Pferd war dabei stets das langsamste – ob das wohl am guten Essen der Pousada lag? 😉 Die Pferde verhielten sich einwandfrei und so erlebten wir einen schönen Nachmittag – auch wenn nach ca. 1,5h der Allerwerteste ganz schön anfing zu schmerzen aufgrund der ungewohnten Position 😉

Leider sahen wir ebenso hier keine Tiere und langsam beschlich uns das Gefühl, dass dies nicht allein mit Pech zu erklären war. Zumindest durften wir kurz vor Ende noch einen wunderschönen Sonnenuntergang miterleben.

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Tagsdrauf stand erneut Bootstour auf dem Rio Arbabol auf dem Programm. Diesmal bei Tageslicht. Hier konnten wir die Caimane in ihrer vollen Pracht bestaunen und es gab sie hier zuhauf! Viele ließen sich auch gar nicht durch unsere Anwesenheit abschrecken und so gelangen ein paar nette Schnappschüsse. Rodrigo erblickte kurz eine Riesenotter, jedoch kamen wir nicht in den Genuss diese zu erblicken und mussten uns mit dem Nest (welches nur ein Loch unter einem Baum war) begnügen. Lothar erblickte noch einen Brüllaffen hinter den Bäumen, was das Fotografieren schwer machte. Außer den Krokodilen gab es noch einige Vogelarten zu sehen, allerdings nichts was einen nach der Amazonastour vom Hocker riss.

Am Nachmittag stand Piranhafischen auf dem Programm. Die Angeln waren die selben wie im Amazonasgebiet: Ein Bambusstock mit einer Schnur und kräftigem Haken dran. Als Köder benutzten wir Rind- und Schweinefleisch. Die ersten Tiere, die wir damit anlockten waren allerdings die Caimane! In der Tat waren wir nach wenigen Minuten umziegelt von mehreren. Bei Leonard biss auch prompt ein Caiman an (zog aber glücklicherweise nicht), so dass Rodrigo zur Hilfe eilen musste.

Wir versuchten unser Glück zunächst vom Ufer aus und dann anschließend vom Boot, aber bis auf zwei Piranhas bei den anderen Touristen bissen wenig Fische an. Daher fuhren wir mit dem Boot an eine andere Stelle und hier fing Irina prompt einen kleinen Wels und Lothar eine gelben Piranha. Rodrigo hatte dann folgende spontane Spielidee mit den Caimanen:

Zuletzt hatte Lothar so etwas im Outback in Australien gesehen. Das Zuschlagen des Gebisses war sehr laut, so dass selbst die wenig schreckhafte Irina ein wenig überrascht wurde 🙂 Die Ausbeute war jedenfalls relativ schwach: 5 Fische in 2 Stunden. Dennoch war die Anlockung von Caimanen mit Piranhas sehr unterhaltsam.

Am letzten Tag ging es per umgebauten Lastwagen die Parque Estrada entlang. Wie man sich vorstellen kann wurden alle Tiere, die sich irgendwo in der Nähe befanden, durch die lauten Motorengeräusche erschreckt. Zudem war unser Guide Rodrigo nach wie vor nicht nuechtern, da am Abend zuvor die trinkfertige Bundespolizei als Gast auf der Matte stand und er nicht nein sagen konnte. Da Kinder und Besoffene immer die Wahrheit sagen, bekamen wir einige sehr kritische Töne über die Pousada von ihm zu hören. Insbesondere der Lastwagenausflug kam ihm (wie auch uns) sinnlos vor und er sagte, dass andere Pousadas alle einen echten (leiseren) Safarigeländewagen besäßen.

Aufgrund der (erneut) fehlenden Tiere stiegen wir herab vom Truck und marschierten durch den nahegelegenen Wald. Leider hatten wir auch hier kein Glück und wurde zudem von tausenden Moskitos attackiert. Diese Aktivität hätte man sich gut und gerne schenken können.

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Nach unser Abreise wartete auf dem Weg nach Corumba gen bolivianischer Grenze noch einige Überraschungen auf uns. Erst entdeckten wir einen Hirsch trinkend an einer der vielen Sumpfgewässer. Dann entdeckten wir zwei Jabiruas, die größten Vögel Brasiliens! Und schließlich erspähte Irina am Straßenrand eine gelb-schwarze Schlange: Eine gelbe Anakonda, die “kleine” Schwester der grünen Anakonda, die jedoch mindestens zwei Meter lang war. Schon krass wieviele Tiere wir selbst entdeckt haben – das lässt einen schon an der Qualität unseres Guides zweifeln.

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Fazit: Wir bereuen unseren Aufenthalt in der Pousada nicht, da insbesondere das Pferdereiten und die springenden Krokodile gute Events waren und das Essen exzellent war. Allerdings würden wir empfehlen eher eine andere Lodge zu wählen oder nur gezielte Aktivitäten mit einer Touristenagentur zu buchen. Auch erschien es uns, dass man mit einem eigenem Auto sehr gut viele Tiere von den Straßen des Pantanals sehen kann.

Das Pantanal war auch der letzte Stopp auf unser Brasilienreise. Wir verbrachten hier wunderbare drei Monate und können jedem einen Besuch dieser tollen Landes wärmstens empfehlen.

Muito obrigado Brasil e Brasilieros – que belo pais e pessoas quentes!

 

 

 

 

 

Jardim & Bonito

Nach zwei Fahrtagen von Brasilia aus erreichten wir die Stadt Jardim in Matto Grosso do Sul. Wir entschieden uns in Jardim anstatt in Bonito zu bleiben, da die Naturspektakel welche wir besichtigten wollten näher an Jardim liegen als an Bonito. Außerdem sind die Unterkunftskosten in Jardim günstiger. Wir kamen übrigens in der Pousada Zamora unter. Marisa, unsere Gastgeberin, ist sehr herzlich, hat ein exzellentes interkulturelles Verständnis und entschied sich auf’s Alter eine Pousada zu eröffnen, die bei unserem Besuch erst 8 Monate alt war. Sehr empfehlenswert!

Zunächst besichtigten wir das Buraco das Araras, das ca. 30km von Jardim entfernt war. Hierbei handelt es sich um eine tiefe Schlucht, die im Laufe von Jahrhunderten durch kollabierten Sandstein entstanden ist. Am Fuße der Schlucht hat sich ein See gebildet, in dem ein Caiman-Paar (Alligatoren) beheimatet sind. Diese beiden Geschöpfe leiden scheinbar unter akutem Nahrungsmangel, da sie sogar die eigenen Kinder nach derer Geburt verspeisen – grausam!

Das Buraco das Araras befindet sich auf einem privaten Grundstück, welches seit 1996 touristisch kommerzialisiert wurde. Der clevere Besitzer ($R78 pro Erwachsener) siedelte ein Papageienpaar an, welches Nachwuchs bekam und weitere Papageien anzog. Damit entwickelte sich diese Papageienschlucht über zwei Dekaden und heute leben anscheinend um die 60 Papageienpaare hier. Tatsächlich lassen sich die bunten Geschöpfe hier wunderbar beim Sitzen und Fliegen von den zwei Aussichtsplattformen beobachten. Besonders schön anzusehen war dabei der Flug der Papageien in der Kolonne.

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Wir erfuhren übrigens, dass das Militär dabei half das Grundstück und insbesondere den Schluchtensee zu sauberen als die Designation als Naturschutzgebiet anstand. Gefunden wurden dabei 21 Leichen und mehrere Fahrzeuge – der klassischen Mafioso-Manier hatten sich also auch die Gauchos hier beholfen 😉

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Am Tag drauf ging’s zur Recanto Ecologico Rio da Prata, ca, 35km von Jardim entfernt. Wir besorgten uns vorab von einem Reisebüro in Jardim einen Voucher um an einer geführten Schnorcheltour teilnehmen zu können. Der Preis war mit R$ 256 nicht günstig, allerdings sehr sein Geld wert. Schade war nur, dass das Minimumalter bei 8 liegt und somit Leo und Maja nicht mitmachen konnten und Irina und Lothar sich abwechseln mussten und dafür sogar ein zweites Mal zur Farm kommen mussten.

Der Ausflug lief wie folgt ab: Mit einem umgebauten Pick-up Truck (Camioneta) wurde wir ca. 1,5km über die Farm zu einem Dschungelpfad geführt. Von da aus ging es rund 2km durch den Wald, wo wir Brüllaffen erblickten und nach rund 40min am Einstieg des Olho d’Agua (Name des Flusses) ankamen. Hier waren Schnorchelübungen für die Unerfahrenen angesagt, aber Irina und Lothar nutzten sofort die Gelegenheit die vielen Fische aus nächster Nähe zu begutachten.

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Ein riesiger Schwarm von Pitapurangas, Doraden und Curimbatas warteten darauf von der Go Pro erfasst zu werden und war überhaupt nicht scheu sich der Linse zu nähern! So „mutige“ Fische hatten wir zuvor noch nie gesehen – nicht einmal beim Tauchen in diversen Nationalparks auf der Welt.

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Nach den Übungen ging es zunächst flussaufwärts zur Quelle des Olho d’Agua. Dieses war mehr oder weniger ein Loch im Boden aus dem Wasser strömte – wenig spektakulär. Dann konnte man sich im Abstand von 2m zum Vordermann einfach flussabwärts treiben lassen und die Unmengen an Fischen beobachten.

Die Unterwasserwelt änderte sich immer wieder mit grasgrünen Gräsern, Bäumen und Wurzeln sowie Sand und Felsen. Die Sicht war hervorragend und bestimmt um die 20m! Die Strömung war sehr angenehm und nur leichte Korrekturen hier und da mit den Händen notwendig.

Nach ca. 1,5h gelangt man zum „Vulcano“, einer weiteren Quelle des Flusses, wo aus mehreren Löchern der Sand aufgewirbelt wird und diese dann eine kegelartige Form erlangen – daher der Name. Natürlich konnten wir es uns nicht verkneifen hinab zu tauchen und die Vulkane zu berühren 🙂

Kurz vor Schluss mündet der Olho d’Agua dann in den Rio do Prato, was sich zum einen durch eine 4-5 Grad niedrigere Temperatur und eine sofortig eintretende schlechte Sichtbarkeit von 1m bemerkbar macht. Im Anschluss gab’s noch ein leckeres, typisches brasilianisches Essen mit Produkten von der Farm.

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Fazit: Alles in allem eine sehr empfehlenswerte Tour, die man mitmachen sollte, wenn man in der Gegend ist. Definitiv einer der Highlights in Brasilien.